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Staatsanwaltschaft Mannheim und Zollfahndungsamt Stuttgart ermitteln wegen mutmaßlicher Steuervergehen im Zusammenhang mit unversteuertem Wasserpfeifentabak; Unversteuerter Wasserpfeifentabak im Umfang von 2,4 Tonnen sichergestellt

Datum: 24.05.2018

Die Staatsanwaltschaft Mannheim führt ein Ermittlungsverfahren gegen insgesamt neun aus dem arabischen Sprachraum stammende Beschuldigte wegen des Verdachts der banden- und gewerbsmäßigen Steuerhehlerei und der bandenmäßigen Steuerhinterziehung gemäß §§ 374 Abs. 2, 370 Abs. 1, Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 AO.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit April 2017 in erheblichem Umfang unversteuerten Wasserpfeifentabak hergestellt und mit unversteuertem Wasserpfeifentabak gehandelt zu haben. Mindestens 4,5 Tonnen Wasserpfeifentabak sollen aus den Rohmaterialien Rohtabak, Glycerin und Aromen in zwei als Küchen genutzten Räumlichkeiten eines Beschuldigten unter Einsatz eines Betonmischers hergestellt worden sein.

Die Beschuldigten sollen den Tabak gewinnbringend kiloweise zum Preis von 27 bis 37 EUR pro Kilogramm veräußert haben. Versteuerter Wasserpfeifentabak einer gängigen Marke kostet im Bundesgebiet derzeit ca. 60 EUR pro Kilogramm. Bei Zugrundelegung des Mindeststeuersatzes von 22,00 EUR pro Kilogramm Wasserpfeifentabak ergibt sich eine nicht entrichtete Tabaksteuer in Höhe von mindestens 99.000 EUR.

Am 24.04.2018 wurden insgesamt sechs Wohnungen sowie zwei als behelfsmäßige Küchen genutzten Objekte durchsucht. Beteiligt an den in Südbaden, Württemberg, Bayern und dem Rhein-Neckar-Raum stattgefundenen Durchsuchungen waren zahlreiche Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Stuttgart unter Unterstützung der örtlichen Polizeidienststellen. Es wurden umfangreiche Unterlagen in Papierform sowie elektronische Datenträger sichergestellt.

Gerichtliche Beschlüsse, aufgrund deren Vermögen der mutmaßlichen Tatbeteiligten vorläufig sichergestellt wird, um den staatlichen Zugriff auf das Vermögen im Fall einer Verurteilung zu sichern, werden derzeit vollstreckt.

Die Ermittlungen werden von dem Zollfahndungsamt Stuttgart - Dienstsitz Freiburg - und der Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim geführt.


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