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Gemeinschaftlicher Messerangriff auf 40-Jährigen – Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt Anklage wegen versuchten Mordes u. a.

Datum: 29.08.2018

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen einen 31-Jährigen und einen 30-Jährigen Anklage zum Landgericht Mannheim – Schwurgericht – wegen Verdachts des versuchten Mordes, besonders schwerem Raubs und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen sollen die Angeschuldigten am 12.02.2018 gegen 21:45 Uhr den Geschädigten in seiner Wohnung in der Mannheimer Oststadt aufgesucht und mit einem Messer angegriffen haben, wobei das 40-jährige Opfer lebensgefährlich verletzt wurde.

Die Angeschuldigten hatten den Geschädigten aufgesucht, um diesen unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe von Bargeld zu zwingen. Gemeinsam sollen sie gegen die Tür des Geschädigten geklopft und getreten haben, bis dieser schließlich geöffnet habe. Daraufhin sei das Duo in die Wohnräume eingedrungen, habe Bargeld gefordert und die Wohnung nach Raubgut durchsucht. Schließlich soll der 30-jährige Angeschuldigte das Opfer mehrfach geschlagen und diesem einen gezielten Stich in den Oberkörper versetzt haben. Hierdurch erlitt der Geschädigte lebensgefährliche Verletzungen. Die beiden Angeschuldigten hätten sodann unter Mitnahme diverser Wertsachen die Wohnung verlassen und seien in eine Straßenbahn gestiegen.

In dem Straßenbahnzug wurde gegen 22:00 Uhr der 30-jährige Angeschuldigte von einem Polizeibeamten auf dem Heimweg festgenommen, nachdem er randaliert und Fahrgäste beleidigt hatte und auch gegenüber dem Polizisten tätlich werden wollte. Bei diesem Angeschuldigten fand man einen Teil der Beute.

In der Nacht zum 13.02.2018 gegen 03:50 Uhr nahm die Polizei an der Wohnanschrift des 30-Jährigen dann dessen 31-jährigen Komplizen fest. Dabei stießen die Ermittler auf weitere Beweismittel.

Bei ihren Taten waren beide Angeschuldigte alkoholisiert und standen unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln.

Durch eine Notoperation konnte letztlich der Geschädigte gerettet werden, musste jedoch stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Die aus Kasachstan und Deutschland stammenden Angeschuldigten haben sich zum Tatvorwurf eingelassen, eine eigene Tatbeteiligung am Messerangriff jedoch jeweils abgestritten. Sie befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Bezug:

Gemeinsame Pressemitteilung vom 14.02.2018


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