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Bankauszubildender manipuliert Kundendaten - Anklage erhoben

Datum: 05.02.2013

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent

 

 

PRESSEMITTEILUNG
(05.02.2013)

 

Bankauszubildender manipuliert Kundendaten - Anklage erhoben

 

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat nach umfangreichen Ermittlungen durch das LKA Baden-Württemberg gegen einen ehemaligen Bankkaufmannauszubildenden und dessen Freund Anklage zum Landgericht Mannheim - Wirtschaftsstrafkammer - erhoben. Den Angeschuldigten wird gewerbs- und bandenmäßiger Computerbetrug, das Ausspähen von Daten und Datenveränderung in einer Vielzahl von Fällen vorgeworfen.

 

Der angeklagte 26-jährige ehemalige Auszubildende einer großen Bank in Mannheim und Hockenheim soll sich in „Untergrundforen“ im Internet mit weiteren Personen in Deutschland und Österreich verabredet haben, illegal an das Geld von Bankkunden zu gelangen. Mit Hilfe von „Keyloggern“ soll er gemäß Tatplan Mitarbeiterzugangsdaten an PCs in der Bank ausgespäht haben. Damit war er in der Lage, im bankeigenen EDV-System bei Kunden Onlinebanking freizuschalten bzw. neue EC-Karten nebst Geheimnummern anzufordern. Diese Unterlagen sollen sich die Täter an eigens angemietete Postfächer haben senden lassen. Der entstandene Gesamtschaden durch die unberechtigten Abhebungen soll mehr als 337.000 € betragen.

Nur durch die rechtzeitige Festnahme der beiden Tatverdächtigen konnte verhindert werden, dass diese mit gerade erlangten weiteren 160 EC-Karten an Geldautomaten bis zu 880.000 € abhoben.

 

Die Ermittlungen wurden sowohl beim LKA Baden-Württemberg als auch bei der Staatsanwaltschaft Mannheim von speziell für die Bekämpfung der Internet- und Kommunikationsmittel-Kriminalität (IuK) geschulten Beamten geführt.

 

gez. Lintz

Erster Staatsanwalt

 


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