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Auseinandersetzung im Jungbusch – Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung

Datum: 19.02.2018

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen sieben Männer Anklage zum Landgericht Mannheim - Jugendkammer - wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung erhoben. Den zur Tatzeit zwischen 16 und 48 Jahre alten Angeschuldigten liegt zur Last, am frühen Morgen des 17.09.2017 im Mannheimer Stadtteil Jungbusch drei Männer, die gerade mit Bekannten eine Bar in der Jungbuschstraße verlassen hatten, nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung in bewusstem und gewollten Zusammenwirken massiv körperlich attackiert zu haben. Bei dem sich in die Beilstraße verlagernden Geschehen seien insbesondere auch Messer sowie Eisenstangen von einem in der Nähe befindlichen Baugerüst zum Einsatz gekommen, wobei ein 26-jähriger Geschädigter unter anderem mindestens einen heftigen Schlag mit einer Gerüststange auf den Kopf erhalten haben soll.

Dieses Opfer erlitt neben vier tieferen Stichverletzungen im Bereich des linken Brustkorbs einen mit einer Hirnblutung einhergehenden Schädelbruch und konnte erst nach einer mehrwöchigen Behandlung und mehreren Operationen aus dem Krankenhaus entlassen werden, nachdem zunächst akute Lebensgefahr bestanden hatte. Während ein weiterer Geschädigter im Alter von 24 Jahren Prellungen am Kopf und eine Stichwunde am Bauch davon trug, die zu einer Verletzung des Dünndarms führte und eine operative Behandlung mit einem fünftägigen Klinikaufenthalt nach sich zog, konnten die Verletzungen des dritten Opfers im Alter von 30 Jahren (eine klaffende Platzwunde am Kopf sowie eine kleinere Stichwunde am Oberschenkel) ambulant versorgt werden.

Nachdem drei der Angeschuldigten bereits kurz nach dem Vorfall in der Nähe der Tatörtlichkeit festgenommen worden waren, führten die in der Folgezeit in Zusammenarbeit mit dem Kriminalkommissariat Mannheim durchgeführten umfangreichen Ermittlungen zur Identifizierung der vier weiteren Tatverdächtigen, die sodann am 21.09., 27.09. und 05.10.2017 verhaftet wurden. Alle Angeschuldigten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Soweit diese bislang Angaben zu dem gegen sie erhobenen Tatvorwurf machten, beriefen sie sich im Wesentlichen darauf, lediglich Angriffe gegen sich selbst oder andere der Angeschuldigten abgewehrt zu haben. 

siehe auch:
Gemeinsame Pressemitteilungen vom 17.09.2017, 22.09.2017 und 10.10.2017.



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