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Auseinandersetzung am Taxistand – Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt Anklage wegen versuchtem Totschlag

Datum: 28.02.2019

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen einen 23-jährigen Mann aus Syrien Anklage zum Landgericht Mannheim – Schwurgericht – wegen Verdachts des versuchten Totschlags erhoben.

Nach den Ermittlungen spielte sich das Geschehen wie folgt ab:

Am 17.11.2018 zwischen 05:00 Uhr und 05:30 Uhr liefen die späteren Geschädigten in Begleitung von weiteren vier Personen an der Taxihaltestelle beim Quadrat D 1 in Mannheim vorbei, als sie eine verbale Auseinandersetzung zwischen einem Taxifahrer und einer Gruppe von mindestens drei namentlich nicht bekannten Personen und dem Angeschuldigten beobachteten. Einer der Geschädigten blieb stehen, um die Auseinandersetzung zu verfolgen, worauf aus der Gruppe um den Angeschuldigten ein Gegenstand auf den Geschädigten geworfen wurde. Ferner gingen der Angeschuldigte und seine Begleiter auf die beiden Geschädigten los, die sich zur Wehr setzten. Im Verlauf der körperlichen Auseinandersetzung stach der Angeschuldigte mit einem Messer den beiden Geschädigten von hinten in den Rücken, wobei er deren Tod in Kauf nahm. Die Geschädigten erlitten hierdurch mehrfache Stichverletzungen.

Weil der Angeschuldigte unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln stand geht die Staatsanwaltschaft von einer verminderten Schuldfähigkeit des Angeschuldigten aus.

Der noch am 17.11.2018 festgenommene Angeschuldigte hat sich nicht zur Sache eingelassen. Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.


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