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Anklage wegen Umsatzsteuerkarussell mit Energie Drinks und Rasierklingen

Datum: 25.03.2013

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent

 

PRESSEMITTEILUNG
(25.03.2013)

Anklage wegen Umsatzsteuerkarussell mit Energie Drinks und Rasierklingen

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat beim Landgericht Mannheim - Wirtschaftsstrafkammer - Anklage gegen drei Frauen und zwei Männer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem vorgegebenen Handel mit Red Bull Getränkedosen, Gillette Rasierklingen und anderen Kosmetikprodukten erhoben.

Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, an einem Umsatzsteuerkarussell teilgenommen zu haben. Dessen einziger Zweck soll es gewesen sein, unberechtigt Vorsteuer vom deutschen Fiskus zu erhalten. Hierzu sollen sie rechnungsmäßig vorwiegend Red Bull Getränke von England über Scheinfirmen in Hamburg, Mainz und München an ihre Firma in Heidelberg geliefert haben. Von dort sollen sie die Ware auf dem Papier an die weiteren Beschuldigten in Aschaffenburg verkauft haben, welche die Dosen anschließend an Firmen in Madeira, Malta und Zypern zum Schein geliefert haben sollen. Diese Firmen sollen die Ware daraufhin überwiegend an Firmen in England fakturiert haben. Von dort soll die Lieferung auf dem Papier erneut an die deutschen Scheinfirmen in Hamburg, Mainz und München erfolgt sein.

Tatsächlich soll die Ware nie an die scheinbaren Rechnungsempfänger gelangt sein, sondern ausschließlich zwischen verschiedenen Speditionslagern in England, Deutschland, Belgien und den Niederlanden zirkuliert haben. Durch diese Scheingeschäfte sollen die Beschuldigten mehr als 5,8 Mio. EUR Umsatzsteuer vom deutschen Fiskus ausbezahlt bekommen haben.

Gegen alle fünf Beschuldigte wurde vom Amtsgericht Mannheim Haftbefehl erlassen. Drei Angeschuldigte befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.

gez. Lintz
Erster Staatsanwalt


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