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Anklage gegen Händler wegen des Schmuggels von Fahrrädern in Millionenhöhe erhoben

Datum: 08.04.2016

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM                                Pressereferent                                                                                                                        

PRESSEMITTEILUNG
(08.04.2016)

Anklage gegen Händler wegen des Schmuggels von Fahrrädern in Millionenhöhe erhoben

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Inhaber eines Fahrradhandels aus dem Raum Freiburg Anklage wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Schmuggels in 82 Fällen zur Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Mannheim erhoben.

Der 46 Jahre alte Angeschuldigte soll zusammen mit zwei weiteren Beschuldigten von Oktober 2006 bis November 2015 mehr als 57.000 Fahrräder aus China eingeführt haben. Bei den bei der Einfuhr abzugebenden Zoll- und Steueranmeldungen soll er jedoch bewusst wahrheitswidrig und unter Verwendung von unrichtigen oder gefälschten Einfuhrunterlagen erklärt haben, dass die eingeführten Fahrräder aus Drittländern (u.a. Malaysia) stammen, für die ein Antidumpingzoll von 48,5 Prozent nicht vorgesehen ist. Um die tatsächliche Herkunft zu verschleiern, soll er zudem Frachtpapiere wahrheitswidrig ausgestellt haben.

Dadurch soll er bei insgesamt 95 Einfuhren über die Häfen Hamburg oder Rotterdam Zoll in Höhe von mindestens 1,72 Millionen Euro und Einfuhrumsatzsteuer von 326.000 € nicht gezahlt haben.

Der Angeschuldigte befindet sich wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Gegen zwei Familienangehörige dauert das Ermittlungsverfahren an. In dem Verfahren konnten Vermögenswerte in Höhe von 750.000 € gesichert werden. 16.000 sichergestellte Fahrräder werden derzeit verwertet.

gez. Lintz
Erster Staatsanwalt

 


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