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Anklage gegen Bauunternehmer wegen „Schwarzlohnzahlung“

Datum: 11.12.2013

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent

 

PRESSEMITTEILUNG
(11.12.2013)

Anklage gegen Bauunternehmer wegen „Schwarzlohnzahlung“ 

Wegen des Verdachts der Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen in 68 Fällen hat die Staatsanwaltschaft gegen einen Geschäftsmann Anklage beim Landgericht Mannheim - Wirtschaftsstrafkammer - erhoben.

Der 47-jährige Angeschuldigte soll als Geschäftsführer einer Mannheimer Baufirma von Mai 2009 bis April 2013 durch die Zahlung von „Schwarzlöhnen“ Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 872.791,62 EUR nicht an die zuständigen Stellen - insbesondere die AOK und Techniker Krankenkasse -  abgeführt haben. Um die Sozialversicherungspflicht zu umgehen, soll der Angeschuldigte zunächst bis Ende 2011 mindestens 293 südosteuropäische Staatsangehörige zum Schein als Gesellschafter seines Unternehmens vertraglich aufgenommen haben. Tatsächlich soll es sich jedoch um abhängig Beschäftigte gehandelt haben, die seinen Weisungen unterstanden. Ab 2012 soll er nach einer ersten durchgeführten Durchsuchungsmaßnahme sein Tatverhalten dahingehend geändert haben, dass er Scheinselbständige als Subunternehmer beauftragt haben soll. 

Der mehrfach vorbestrafte Angeschuldigte befindet sich seit August 2013 in Untersuchungshaft. Neben den Fahndern des Hauptzollamtes Karlsruhe - Finanzkontrolle Schwarzarbeit Heidelberg - waren Beamte der „BAO Südosteuropa“ des Polizeipräsidiums Mannheim in die Ermittlungen eingebunden.



gez. Lintz
Erster Staatsanwalt


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