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Anklage gegen Bankmitarbeiter - Jahrelang Gelder auf eigene Konten überwiesen

Datum: 04.03.2013

Kurzbeschreibung: 

STAATSANWALTSCHAFT MANNHEIM
Pressereferent 

 

 

PRESSEMITTEILUNG
(04.03.2013)

 

Anklage gegen Bankmitarbeiter - Jahrelang Gelder auf eigene Konten überwiesen

 

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen zwei Bankmitarbeiter Anklage zum Landgericht Mannheim - Wirtschaftsstrafkammer - erhoben. Den Angeschuldigten wird gewerbsmäßige Untreue in 111 bzw. 91 Fällen zum Nachteil ihrer Arbeitgeberin vorgeworfen.

Die 62 bzw. 60 Jahre alten Buchhaltungsmitarbeiter einer Bank in Mannheim sollen sich seit dem Jahr 2000 unberechtigt Gelder auf eigene Konten überwiesen haben. Dazu sollen sie in der Buchhaltung Konten, die kurz vor Löschung in der EDV anstanden, benutzt haben, Buchungen zu ihren Gunsten vorzunehmen. Das in der Bank zur Kontrolle eigentlich vorgesehene „Vieraugen-Prinzip“ wurde durch das Zusammenwirken der beiden Angeschuldigten ausgehebelt.

Insgesamt soll sich der eine Angeschuldigte von 2007 bis Dezember 2011 um gut eine Millionen Euro, der andere Mitarbeiter im selben Zeitraum um knapp 90.000 Euro unberechtigt bereichert haben. Die Gelder sollen die Angeschuldigten für ihre Lebensführung verwandt haben.

Aufgefallen sind die Machenschaften erst, als dem Kundenbetreuer des einen Angeschuldigten die hohen Zahlungseingänge auf dessen Mitarbeiterkonto verdächtig vorkamen und die Bank daraufhin interne Untersuchungen anstellte.

 

gez. Lintz

Erster Staatsanwalt

 


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